Johannespassion in fünf Teilen
Theater als Teil des Gottesdienstes in der Stadtpfarrkirche St. Johannes
Die PASSION ist kein Theaterstück im klassischen Sinn.
Sie ist eingebettet in den Gottesdienst und versteht sich als dessen lebendiger Bestandteil. Spiel, Musik, Wort und Liturgie greifen ineinander und bilden gemeinsam einen geistlichen Weg durch die Kar- und Osterzeit.
Das Spiel unterbricht den Gottesdienst nicht – es öffnet ihn. Die dargestellten Szenen führen hinein in das biblische Geschehen und münden anschließend wieder in Gebet, Schriftlesung, Predigt und liturgische Handlung. So entsteht eine besondere Form der Verkündigung, die nicht nur gehört, sondern erlebt wird.
Erleben statt Zuschauen
Die Gemeinde ist nicht bloßes Publikum.
Durch die Nähe des Spiels, durch Wege im Kirchenraum und durch gesprochene Worte mitten unter den Gottesdienstbesucherinnen und Besuchern wird jede und jeder Teil des Geschehens. Die Passion geschieht im Raum der Kirche, dort, wo sonst gebetet und gefeiert wird – und genau dort entfaltet sie ihre ganze Kraft.
Wir laden Sie herzlich ein, diesen Weg mitzugehen – Teil für Teil, Schritt für Schritt, bis zum Osterlicht.
Der Weg durch die fünf Teile
Jeder der fünf Teile der Johannespassion ist einem Gottesdienst zugeordnet.
Das Passionsspiel greift zentrale Momente des Evangeliums auf und führt sie szenisch aus, bevor der Gottesdienst sie weiter vertieft.
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Freitag 13.03.2026 | 18:00 Uhr – Das letzte Abendmahl
Gemeinschaft, Berufung und erste Zweifel werden sichtbar – der Gottesdienst führt weiter in das Geheimnis von Eucharistie und Auftrag -
Freitag 20.03.2026 | 18:00 Uhr – Verrat, Verleugnung und Verhör
Menschliche Schuld und Angst stehen im Raum – das Gebet gibt ihnen Halt und Richtung -
Freitag 27.03.2026 | 18:00 Uhr – Der Kreuzweg
Das Leiden Christi zieht durch die Kirche selbst – Wort und Stille lassen das Geschehen nachwirken -
Karfreitag 03.04.2026 | 15:00 Uhr – Die Kreuzigung
Der Tod Jesu mündet unmittelbar in die Liturgie des Karfreitags – ohne Applaus, ohne Auflösung, in ehrfürchtiger Stille -
Ostermontag 06.04.2026| 18:00 Uhr 5 – Die Auferstehung (Ostermontag)
Die österliche Botschaft wird zuerst gespielt – und dann gefeiert
Eine bewusste Entscheidung gegen Applaus
Nach den einzelnen Teilen endet das Spiel nicht mit Beifall, sondern mit Stille, Gebet oder Gesang.
Denn hier geht es nicht um eine Aufführung, sondern um ein gemeinsames Glaubenserlebnis.
Die Darstellerinnen und Darsteller treten nicht als Schauspieler im Vordergrund, sondern als Menschen aus der Gemeinde, die ihre Rollen in den Dienst der Verkündigung stellen.
Theater, Liturgie und Glaube im Einklang
Diese besondere Form der Johannespassion verbindet:
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Theater, das berührt
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Liturgie, die trägt
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Glaube, der sich zeigen darf
So wird die Passion Jesu nicht nur erzählt, sondern mitvollzogen – als Weg, der durch Leiden hindurch zur Hoffnung führt.
Mitwirkende
Das Passionsspiel ist ein Projekt der Pfarrgemeinde St. Johannes,
mit szenischer Unterstützung durch die Volksspielgruppe Altenerding e. V.
Begleitet wird das Projekt liturgisch von Stadtpfarrer Martin Garmaier.
Idee, Buch und Regie liegen in den Händen von Renate Eßbaumer.
Besetzungsliste (Stand Dezember 2025)
